Im Hafen von Reykjavík kam Bewegung in die Gruppe. Kurzerhand spalteten sich sieben wackere Gesellen ab, die von den Whale
Watching Plakaten magisch angezogen wurden. Nach dem Reinfall in Húsavík mußte die sich bietende Chance am letzten Tag
noch genutzt werden. Dafür entging uns das Nationalmuseum und ein freier Nachmittag, doch das war es uns wert. Aber bevor
wir uns aufs Schiff begeben konnten, erwartete uns noch eine 30-minütige Odyssee. 12:30 Uhr schmiedeten wir den Plan, 13 Uhr
lief das nächste Whale Watching Boot aus und vier von uns mußten vorher noch ins Hotel bzw. Speicherkarten vom Fotoapparat
vor dem Leeren auf CD brennen. Dummerweise war die Wegbeschreibung zum Hotel sehr dürftig, der Fotoladen nicht ganz
professionell und die dreißig Minuten vergingen wie im Flug. Die beiden ersten der vier kamen dank Stadtplan noch recht
pünktlich zurück zum Boot, aber nach eigener Aussage "dem Herzinfarkt nahe". Die beiden Nachzügler tauchten erst nach 13 Uhr
wieder im Hafengelände auf, als wir anderen auf Deck schon unsere Plätze einnahmen und das Boot so langsam auslaufen sollte.
Aber durch Beschwichtigen des Kapitäns und wildes Herumwinken lotsten wir auch noch die letzten Walbegeisterten gerade so
aufs Schiff.
Konnte unser Abenteuer also losgehen und natürlich erwarteten wir uns die gewaltigen Schwanzflossen etlicher Wale, so wie es
in den Zusammenschnitten für die Präsentationsvideos immer zu sehen war. Nun, genau genommen hat das so nicht ganz geklappt.
Aber zu beklagen gab es trotzdem nichts, auch wenn die Zwergwale, die wir zu Gesicht bekamen, nur ihre Rücken aus dem Wasser
reckten. Wir hatten zum Abschluß der Reise doch noch unseren erwünschten Whale Watching Ausflug.