Wir fuhren vom Strand aus nur einmal um die nächste Klippe herum und dann von der anderen Seite hinauf auf den Vogelfelsen
von Vík Dyrhólaey. Und entgegen aller Befürchtungen waren die Papageitaucher noch äußerst zahlreich in den Klippen präsent.
Mühelos zogen die putzigen und possierlichen Tierchen Interesse und glucksende Begeisterung aller Touristen auf sich und
gaben sich obendrein als geduldige und professionelle Fotomodelle. Wie ein Wimpernschlag verflogen so 45 Minuten, die letzten
Bilder der ersten Speicherkarte und ein Satz Akkus. Allein der schwerfällige, plumpe Landeanflug ("kleine, fette Bomber")
ließ sich schlecht auf Bilder bannen.
Wie ernüchternd bricht über diese neu gewonnene Vogelliebe die Realität herein, wenn es im Anschluß wieder die Information
gibt, daß Papageitaucher durchaus auch auf dem Spezialitätenspeiseplan der Isländer stehen. Aber die Populationen sollen
angeblich groß genug sein und es wird verantwortungsbewußt mit ihnen umgegangen, so daß durch das Fangen der Vögel kein
unwiederbringlicher Schaden angerichtet wird.