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Námaskarð Námaskarð
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Sonderbare Phänomene

Der Tag begann stinkig - umweltphänomenbedingt. Wem das heiße Wasser aus dem Wasserhahn noch nicht genug nach Schwefel riecht, der schaut sich auch die Solfataren von Námaskarð an. Eine ekelhaft stinkende Angelegenheit, aber wir Touristen liefen natürlich gebannt von Schwefelfeld zu Schwefelfeld und von Schlammloch zu Schlammloch und fotographierten fleißig. Auf eine ganz eigene Art waren sie ja doch faszinierend. Ich kann aber auch nicht leugnen, daß in mir der Gedanke aufstieg, ob diese Attraktion vielleicht doch nur ein Gag war, um zu sehen, wieviel Blödsinn Touristen mit sich machen ließen.
In der geruchsneutralen Theorie liegt Námaskarð in einem Hochtemperaturgebiet mit Dampf- und Schlammquellen. In 1000 Meter Tiefe beträgt die Temperatur bereits über 200 Grad. Mit dem Dampf steigen schwefelwasserstoffhaltige Gase auf, deren Geruch charakteristisch für diese Gebiete ist. An den heißen Quellen entstehen umfangreiche Schwefelablagerungen. In früheren Jahrhunderten wurden auf Island daher große Schwefelminen zur Herstellung von Schießpulver betrieben. Und was noch davon übrig ist bzw. von Mutter Natur neu erschaffen wird, darf heutzutage Touristen ergötzen.